12.11.2016  EHV-Aufholjagd in Weiden bleibt unbelohnt

Im Nachgang betrachtet, war für den EHV Schönheide 09 beim gestrigen Auswärtsspiel in Weiden sicher mehr drin. Dass letztendlich doch eine 5:7 (0:4, 3:1, 2:2)-Niederlage auf der Anzeigetafel leuchtete, ist dem schwachen ersten Drittel der Wölfe geschuldet, in welchem der EV Weiden klar die bessere Mannschaft war und vor knapp 1000 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena eine deutliche 4:0-Führung herausschoss. Bei der anschließenden Aufholjagd fehlte dem EHV 09 allerdings auch das notwendige Quäntchen Glück, denn gerade als die Wölfe bis auf 4:3 herankamen, hätte das Spiel gänzlich kippen können, denn der mögliche Ausgleich lag mehrfach auf dem Schläger.



EHV-Coach Victor Proskuryakov hatte am Freitag in Weiden seine Reihen auf einigen Positionen umgestellt und setzte beispielsweise im Tor auf den wieder genesenen Florian Neumann und im Sturm auf Neuzugang Jakub Rumpel, für welchen Milan Kostourek auf der Tribüne Platz nehmen musste. Ähnlich wie vor der Länderspielpause in Deggendorf, erwischten die Wölfe in Weiden ein ganz schlechtes erstes Drittel und sahen sich von Beginn an in die Defensive gedrängt. Die Blue Devils liefen Angriff auf Angriff auf das EHV-Gehäuse, welches die Wölfe zumindest bis zur 12. Minute und mit reichlich Glück ohne Gegentreffer verteidigen konnten. Doch mit dem 1:0 der Hausherren durch Marco Babic und zum Entsetzen der mitgereisten Wölfefans brachen danach alle Dämme und die Gastgeber spielten sich in einen Rausch, in dessen Folge Marcel Waldowsky (18./19.) und Matt Abercrombie (20.) eine klare 4:0-Führung herausschossen.

Kaum einer in der Hans-Schröpf-Arena setzte noch einen Pfifferling auf die Wölfe, doch diese zeigten eine deutliche Reaktion und starteten zur Aufholjagd. Innerhalb von zwei Minuten und durch Tore von Jakub Rumpel (24.), Bruce Becker (26.) und Tomas Vrba (26.) war der EHV 09 bis auf 4:3 heran und hatte mit zwei Riesenchancen von Stephan Trolda und Tomas Vrba sogar den Ausgleich auf dem Schläger, doch fehlte in beiden Situationen dann auch das nötige Quäntchen Glück. Das 5:3 für die Blue Devils fiel dann aus heiterem Himmel, als Ales Jirik per Alleingang Patrick Glatzel im EHV-Gehäuse überwand, welcher zu Beginn des Mittelabschnitts für Florian Neumann zwischen die Pfosten wechselte.

Neuerliche Hoffnung, etwas Zählbares aus Weiden mitzunehmen, nährte das frühe 5:4 durch Tomas Vrba nach nur 50 gespielten Sekunden im Schlussdrittel. Das Spiel nun komplett offen, lebte immer mehr von der Spannung und auch von einigen umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters, wonach sich die Wölfe allein im Schlussabschnitt vier Zwei-Minuten-Strafen einfingen, hingegen bei ähnlichen Situationen auf der Gegenseite die Pfeife des Unparteiischen im gesamten Spiel stumm blieb. Eines dieser Powerplays nutzten die Hausherren dann, um durch Matt Abercrombie auf 6:4 (48.) zu erhöhen. Doch auch darauf hatte der EHV 09 die passende Antwort, als Bruce Becker auf Zuspiel von Jakub Rumpel und Adam Schusser wieder auf 6:5 (54.) verkürzte. Dass es am Ende nicht zu mehr reichte, dafür sorgte eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Wölfe in den letzten beiden Spielminuten. Zwar nahm der EHV 09 seinen Goalie für einen zusätzlichen Spieler vom Eis, doch bei Fünf gegen Fünf sorgten die Blue Devils in Person von Ales Jirik für die endgültige Entscheidung, als dieser zum 7:5-Endstand ins verwaiste EHV-Gehäuse einnetzte.


Statistik:


Tore:


1:0 Babic (Heinisch, Jirik) 11:42

2:0 Waldowsky (Hajek, Abercrombie) 17:21 5-4

3:0 Waldowsky (Nägele, Kirchberger) 18:45

4:0 Abercrombie (Siller, Schreier) 19:34

4:1 Rumpel (Becker, Schusser) 23:47

4:2 Becker (Rumpel) 25:25

4:3 Vrba (Pronath) 25:59

5:3 Jirik (Babic, Heinisch) 37:17

5:4 Vrba (Wenter) 40:50

6:4 Abercrombie (Hajek, Schmid) 47:14 5-4

6:5 Becker (Rumpel, Schusser) 53:54

7:5 Jirik (Babic, Herbst) 59:21 5-4 ENG


Strafen: EVW 0   EHV 12


Zuschauer: 981


Die anderen Ergebnisse:


Regensburg – Höchstadt 7:0

Bad Tölz – Landshut 2:1

Deggendorf – Selb 2:5

Peiting – Sonthofen 5:4 n.V.

Waldkraiburg – Lindau 2:3 n.P.