05.10.2016  EHV 09 muss gegen Meister und Neuling ran
Am zweiten Wochenende in der Oberliga-Süd-Saison 2016/2017 tritt der EHV Schönheide 09 zunächst am Freitag, dem 07.10.16, um 20:00 Uhr beim amtierenden Meister EV Regensburg an, ehe am Sonntag, dem 09.10.16, um 17:00 Uhr der EHC Waldkraiburg, als erstes der drei neuen Teams in der Liga, zum Gastspiel in den Schönheider Wolfsbau kommt.

Der EV Regensburg, welcher vergangene Saison mit großem Abstand Süd-Meister wurde, hat im Sommer seinen Kader auf einigen Positionen verändert. Insgesamt haben zehn Spieler den Verein verlassen und mit Torhüter Daniel Fießinger (SC Riessersee), den Verteidigern Sebastian Wolsch (Blue Devils Weiden) und Simon Mayr (SC Riessersee), sowie den Stürmern Marco Habermann (Saale Bulls Halle), Philipp Wachter (SC Riessersee), Valentin Gschmeißner (SC Riessersee), Svatopluk Merka (Icefighters Leipzig) und Brandon Wong (Tulsa Oilers) sind acht neue Spieler hinzugekommen. An der Ausgangslage hat sich indes nichts verändert, gilt der EV Regensburg auch in dieser Saison neben den Tölzer Löwen und dem VER Selb zu den Topfavoriten auf den Meistertitel. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gab es bereits am vergangenen Wochenende, als die Donau-Städter im ersten Heimspiel den Selber Wölfen nur knapp mit 2:3 nach Verlängerung unterlagen und beim Neuling Lindau ein klarer 7:2-Erfolg eingefahren wurde. Auffälligste Akteure in beiden Spielen waren, neben Verteidiger Barry Noe mit fünf Assists, auch wieder Vorjahres-Ligatopscorer Nikola Gajovsky (1 Tor, 3 Assists) und die beiden Neuzugänge Marco Habermann und Brandon Wong mit jeweils zwei Treffern. Auswärts gab es für die Wölfe in der letzten Spielzeit in Regensburg nichts zu holen, verlor der EHV 09 beide Vergleiche (1:3, 2:9) in der Donau-Arena. Einen Achtungserfolg gab es aber im letzten Hauptrundenspiel der Saison 2015/2016 im Schönheider Wolfsbau, als der EHV 09 den bereits feststehenden Meister mit 6:3 besiegen konnte. Dennoch fährt das Team von Trainer Victor Proskuryakov als klarer Außenseiter nach Regensburg, wird aber im Rahmen seiner Möglichkeiten und mit Kampf und Einsatz alles versuchen, dem haushohen Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.



Der nächste Gegner am Sonntag im Schönheider Wolfsbau ist dann ein gänzlich unbekannter. Neben den Höchstadt Alligators und dem EV Lindau von der Bayernliga in die Oberliga Süd gewechselt, treffen die Wölfe erstmals überhaupt auf die Löwen vom EHC Waldkraiburg. Die knapp 23.000 Einwohner zählende Stadt liegt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn, etwa eine Autostunde von München entfernt. Die Mannschaft von Coach Rainer Zerwesz ließ bereits am ersten Oberligawochenende aufhorchen, als man zwar am Freitag zuhause dem EV Landshut noch mit 2:5 unterlag, zwei Tage später jedoch mit einem 8:6-Auswärtssieg in Sonthofen die ersten drei Punkte verbuchen konnte. Nach knapp 25 Jahren sehen die Löwen die Oberliga Süd zwar als Abenteuer an, mit der Rückkehr in Deutschlands dritthöchste Spielklasse konnte aber auch eine gewisse Euphorie geschürt werden, wonach gleich beim ersten Heimspiel gegen Landshut über 1800 Zuschauer kamen, in jedem Falle oberligatauglich. Waldkraiburg ist zudem amtierender Bayernligameister und verfügt über ein eingespieltes Team. Mit den beiden Kontingentspielern Jakub Marek und Neuzugang Stanislav Hudec haben die Löwen zwei gefährliche Akteure dabei. Ersterer war mit 40 Toren und 66 Vorlagen einer der Erfolgsgaranten für den Bayernligatitel in der vergangenen Spielzeit. Aber auch Spieler wie Torhüter Björn Linda (Neuzugang vom EHC Neuwied), Verteidiger Daniel Hilpert (DEL mit Ingolstadt, Duisburg und München) und die Stürmer Maximilian Kaltenhauser (für Crimmitschau und Dresden in der DEL2 aktiv) und Fabian Zick (Neuzugang vom Zweitligisten Starbulls Rosenheim) verfügen über ausreichend Erfahrung, um in der starken Oberliga Süd zu bestehen. Waldkraiburg sollte man auf keinen Fall unterschätzen, denn wie das vergangene Wochenende gezeigt hat, können die drei neuen Teams aus der Bayernliga ohne weiteres mithalten und nur bezwungen werden, wenn man mit hundertprozentiger Leistung und Einstellung in die Spiele geht. Die Wölfe werden alle diese Fakten kennen und mit vollem Einsatz alles versuchen, den ersten Heimsieg der noch jungen Saison einzufahren.